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Männlichkeit in Bildern

Männlichkeit in Kunst

Einführung

In dieser Arbeit möchte ich die Darstellungen von Maskulinitäten in Kunstwerken aus UMMA untersuchen. Es ist wichtig zu betonen, dass es nicht nur eine Form von Maskulinität gibt, und, dass jede Gesellschaft die Formen von Männlichkeit anders definiert. In ihrer 2005 Publikation[1] erläutert die Soziologin R. W. Connell, dass Maskulinität—insbesondere die “hegemonial Maskulinität”, die Einfluss auf andere Personen, insbesondere Frauen hat—nicht festgelegt ist. Genau das Gegenteil, denn Formen der Maskulinität ändern sich mit der Zeit, wie es jetzt in Deutschland passiert, wo nach Connells Forschung Männer ein “pragmatic egalitarianism” leben (Connell und Messerschmidt, 2015). Natürlich hängt die Darstellung der Maskulinität vom gesellschaftlichen Kontext ab; deswegen habe ich vier verschiedene Themenbereiche ausgesucht, wo Bilder Männlichkeit repräsentieren. Diese Themen sind folgende: Familie und Arbeit, Krieg, Sexualität/sexuelle Anziehung, und Jungen.

 

Sektion I: Familie und Arbeit

Bitte beachten, die Reihenfolge der Kunstwerke ist folgende: “Chimney Sweep and Children, Ireland”, “Three Women and One Man”, “Son hanging on to his father’s neck, both smiling”, “Lackarbeiter”, “Street scene with businessman and armor in front of a bar, Rome, Italy, 2003” und “For Home and Country - Victory Liberty Loan”.

Dieser Teil zeigt verschiedene Aspekte von Vaterschaft sowie Männer bei der Arbeit. Wir fangen mit einem Kaminkehrer an, der im Kontrast zu seinen Kindern ernst und schmutzig aussieht; es scheint, als müsse er harte Arbeit leisten, um für seine Kinder zu sorgen. Ein weiteres Beispiel zeigt einen Vater mit seinen drei Töchtern. Er blickt uns ernst an, seine Kinder beschützend, als ob eine dicke und unzerbrechliche Mauer zwischen uns und seinen Töchter wäre. Im Gegensatz dazu zeigt das nächste Bild einen Vater mit seinem Sohn lächelnd, ein ganz anderer Aspekt der Vaterschaft. Die folgenden Bilder in dieser Sektion erzählen andere Geschichten.

 

Sektion II: Krieg

Bitte beacthen: die Reihenfolge der Kunstwerke ist folgende: “Together We Win”, “A Trophy of War”, “Four Cavalrymen, World War II”, “The Hero (Der Held)” und “Portrait of Artist’s Brother-in-law”.

            Krieg ist historisch ein männlich dominierter Bereich, was die Eigenschaften, die von den Soldaten verlangt werden, angeht. Im ersten Bild sehen wir Werbung für die Armee, wo drei Männer als stark, stolz, und proper vorgeführt werden. Auch im zweiten Bild drückt die Pose der sowjetischen Männer auf dem zerstörten Nazi Flugzeug Elemente von Stolz und Mut aus. Andererseits berichten die letzten zwei Bilder über die tragischen und unversöhnlichen Elemente des Krieges für Männer. Je nach Bild zeigen Soldaten verschiedene Aspekte der Männlichkeit in Kriegszeiten.

 

Sektion III: Sexualität/sexuelle Anziehung

Bitte beacthen: die Reihenfolge der Kunstwerke ist folgende: “Jungbauern”, “Homeless Man in Custom Made Shirt”, “Homme et trois femmes (Man and Three Women)”, “Liebespaar II”, “Corky and Funny Sonny, Chicago”, “Hercules”, “Llalla Pallozza...Image fades but memory lingers on”, , and “A Stag at Sharkey’s”.

            Diese Abteilung handelt von der sexuellen Anziehungskraft und der Sexualität von Männern. Die ersten drei Bilder stellen Männern in schwarzen Anzügen vor, was mit Status und gutem Aussehen zu tun hat. Jedes Bild erzählt eine andere Geschichte—von Obdachlosigkeit zur sexuellen Anziehungskraft. Die letzten drei Bilder sprechen den stereotypen Körper eines starken Mannes an—muskulös, mächtig und deswegen hocherwünscht. Von dem Gottvater der griechischen Mythologie, Zeus, zu dem weltbekannten Bodybuilder, Arnold Schwarzenegger, ist die Darstellung von Männlichkeit und Anziehungskraft fest mit dem Körper des Mannes verbunden.

 

Sektion IV: Jungen

Bitte beacthen: die Reihenfolge der Kunstwerke ist folgende: “Corning Boy Scout and Scout Master, from "Portfolio of 15 Photographs"”, “Airplane Boy”, “Boy by Wagon”, “Harlem”, “Boys with Rubber Bands”, “Caught Looking”.

            Man kommt nicht mit Männlichkeit auf die Welt—sie muss gelehrt und gelernt werden. Die ersten drei Bilder, insbesondere das erste, zeigen, wie groß der Einfluss von den Eltern sein kann (die selbst wiederum von der Gesellschaft beeinflusst werden). Die Jungen sind in Uniformen oder Kostümen gekleidet, was bestimmt auf ein Vorbild zurückzuführen ist. Mein Lieblingsbild aus dieser ganzen Kollektion ist “Harlem”; es zeigt einen schwarzen Jungen, der seine Armmuskeln anspannt. Sein Gesichtsausdruck ist eine Mischung aus Traurigkeit und Beharrlichkeit und teilt uns mit, dass die Umgebung, in der man aufwächst, eine große Rolle in der Entwicklung von einem Jungen in einen Mann spielt. 

 

Weitere Informationen

            In unserer Klasse haben wir uns mit Frauen in der Kunst beschäftigt, was sehr interessant und fruchtbringend war. Während es für uns wichtig war, Künstlerinnen zu besprechen, habe ich in meiner Arbeit nicht Rücksicht auf das Geschlecht des(er) Künstlers(erinnen) genommen. Für mich war es nicht wichtig, ob Männer oder Frauen Maskulinität anders darstellen, obwohl das eine sehr interessante weitere Richtung für mein Projekt wäre. Stattdessen wollte ich herausfinden, wie Männer und Jungen in Kunst dargestellt werden, und was das uns über Formen der Maskulinität sagen kann. Um eine Breite von Darstellungen zu erlangen, habe ich die Themenbereiche von Familie und Arbeit, Krieg, Sexualität/Attraktion, und Jungen ausgesucht.

In der ersten Abteilung lernen wir, dass Vaterschaft und Arbeit eine Verbindung eingehen können, wie das Bild des Kaminkehrer uns zeigt. Weiterhin können Männer ernst und abwehrend sein, aber können andererseits auch voll zarter Liebe und Freude sein. Ich fand das letzte Bild sehr interessant, wo die Familie mit Krieg verbunden wird. In diesem Fall ist der männliche Soldat nicht nur der Beschützer seiner Familie, aber auch von seinem Land, was in der Werbung als etwas Ehrenvolles gezeigt wird. Dieses Bild dient als ein guter Übergang zum nächsten Thema, Krieg.

In der Armee gibt es sehr dominierende Formen der Maskulinität, worüber schon ganze Bücher geschrieben wurden. In den Bildern die ich ausgewählt habe, sehen wir, dass der Fleiß, der Mut und der Stolz zu einem Soldaten gehören. Natürlich gibt es auch eine andere Seite des Soldaten, die nicht häufig gezeigt wird. Kriege sind nie einfach und sind geistig und körperlich strapaziös für die Soldaten. Aber ein Plakat wie “Together We Win” möchte solche Element nicht zeigen, denn die Werbung soll Männer anlocken, nicht abschrecken.

            Wenn wir uns mit der Sexualität und Anziehungskraft von Männern beschäftigen, erfahren wir, wie wichtig das Aussehen für viele Männer ist. In vielen von den Bildern sehen wir einen Mann oder mehrere Männer im schwarzen Anzug gekleidet—sogar ein Obdachloser. Besonders interessant war das Bild “Homme et trois femmes”, wo ein Mann im Anzug von drei nackten Frauen umgeben ist. Das Bild hat viele Elemente des Patriarchats und lässt Connells “hegemonial Maskulinität” anklingen.

Was auch Connells Studie angesprochen hat, war, wie Jungen diese verschiedenen Formen der Maskulinität im Verlauf ihrer Kindheit lernen. Das ist nicht einfach zu untersuchen, denn die Gesellschaft spielt eine große Rolle dabei. Immerhin zeigen die Bilder, dass das Lernen von dem, was männlich ist, ein Prozess ist, der mit den vorgenannten Themen verbunden ist (z.B. könnte das letzte Bild aus Sektion IV als ein Übergangsbild zwischen Sektion III und Sektion IV gelten, denn es handelt von einem jungen, muskulösen Mann und einer jungen Frau, die sich zu ihm hingezogen fühlt).

Es gibt viele weitere Themen und Kontexte, in denen Maskulinität sich anders definieren lässt. Selbst in dieser Kollektion gibt es Themen, die ich nicht diskutiert habe, wie Homosexualität (das Bild “Corky and Funny Sonny, Chicago”). Trotzdem hoffe ich, dass meine Kollektion es erläutert hat, dass es nicht nur eine Form von Maskulinität und Männlichkeit gibt.

 

 

 


[1] Connell R. W. and Messerschmidt J.W. (2015). Hegemonic Masculinity: Rethinking the Concept. Gender and Society 19, 829-859.

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Last Updated

April 25, 2020 11:22 a.m.

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